Northland und Abschied von den Regeninseln

7 12 2011

Nach dem Frühstücksregen schauten wir uns zunächst einmal die Whangareifälle an. Das Besondere hier ist, dass sie über eine Basaltschwelle fallen, die zu sechseckigen Säulen erstarrt ist, wie man sie auch von anderen wenigen Orten kennt. Wir sind dann weiter in eine sehr geschichtsträchtige Gegend gekommen. Die Abfahrt nach Russel hatten wir leider verpasst, hier war eine der ersten europäischen Siedlungen in Neuseeland. Dann wollten wir wenigstens das Nationalheiligtum besuchen: in Waitangi wurde der Vertrag zwischen Engländern und Maoris unterzeichnet, der das Land der englischen Krone übergab. Allerdings waren uns 2 x 25 NZ$ zuviel, nur um das Haus zu besichtigen, in dem diese Unterschrift getätigt wurde. Wir sind dann weiter nach Kerikeri gefahren, wo die erste Missionsstation stand und wo Rewa’s village erstellt wurde – ein Nachbau eines typischen Maoridorfes aus der Zeit bevor die Europäer kamen. Das war sehr interessant aber auch sehr nass. Sabine hatte zuvor noch die hungernden Vögel gefüttert.

Whangareifälle Kerikeri

RewasVillageRegen Mission

Wir haben dann in Kaitaia übernachtet, dem nördlichsten Ort unserer Neuseelandreise. Am nächsten Tag war Sabines Geburtstag und – entgegen aller Prognosen war es weitgehend trocken und am Nachmittag sogar sonnig! In Ahipata sind wir dann ans untere Ende des 90-miles Beach gefahren (etwas übertrieben, er ist nur 104 km lang). Dort haben wir dann zugeschaut, wie zwei Holländer ihren Mietwagen in den Sand gesetzt hatten. Wir haben dann noch vergeblich versucht, ihnen zu helfen – wobei ein Teil unserer Gummifußmatte verschütt ging. Letztendlich organisierten sie einen Jeep mit Seilwinde, der das Auto wieder herauszog.

Ahipatastrand WairereBoulders

Es ging weiter nach Süden zu den Wairere Boulders. Das ist ein kleiner privater Park mit bizarren Verwitterungsformen von großen Basaltbrocken. Ein Rundweg wurde liebevoll aufgebaut von einem Schweizer, der sich freute, mal wieder Schwyzerdütsch sprechen zu können. Die nächsten Boulders waren schwieriger zu finden. Die Koutu Boulders sind bis zu 6 m große Steinkugeln, wie wir sie in kleinerem Format auch auf der Südinsel am Moerakistrand gesehen hatten. Sie werden aber touristisch nicht so vermarktet und sind auch nur bei Ebbe erreichbar, entsprechend schwierig waren sie auch auf schmalen Wegen zu erreichen.

KoutuBoulders1 KoutuKugel

Diese Attraktionen liegen in einer tief eingeschnittenen Bucht, dem Hokianga Harbour. Von der Meeresseite her schiebt sich eine riesige Düne immer weiter in die Einfahrt. Hier nahm Sabine auch ihren Geburtstagsstrauß in Empfang.

Duene Geburtstagsstrauss

Der letzte Punkt des Geburtstagsprogramms war der Besuch der riesigen Kauribäume im Waipoua Forest. Früher war das ganze Northland mit dem Kauriwald bedeckt, diese sind die letzten, die wegen ihrer unzugänglichen Lage der Abholzung entgangen sind. Die Bäume sind absolut gigantisch, wenn man vor ihnen steht, man wird richtig ehrfürchtig. Sie sind bis zu 3000 Jahre alt und ihr Umfang ist bis zu 14 m. Es kommt auf den Fotos nicht so richtig raus, wenn man genau hinschaut sieht man den kleinen Hanszwerg neben dem Urwaldriesen.

Kauri1 Kauri2

Übernachtet haben wir dann in Dargaville und am letzten Tag wollten wir uns von der vielen Fahrerei an einem sonnigen Strand ausruhen. Leider war die Vorhersage wieder falsch und es war bis zum Mittag am Nieseln. Also haben wir beschlossen nach Auckland weiterzufahren, wo Sabine shoppen ging und Hansjörg sich das Auckland Museum reingezogen hat. Hier ist es übrigens schöner geworden, wir konnten die Stadt nun auch mal im Sonnenlicht sehen. Am nächsten Mittag Punkt 12.30 Uhr wie vereinbart, hatten wir dann unser treues Auto abgegeben, mit dem wir 5472 km ohne Probleme zurückgelegt hatten. (Zum Glück haben sie nicht bemerkt, dass ein Teil unserer Fußmatte abhanden gekommen ist ;-))Bei herrlichem Frühsommerwetter haben wir dann diese Inseln verlassen, die uns so viel Regen, aber auch so viele schöne Eindrücke geboten haben.

Auckland Museum



Coromandel

4 12 2011

Bei strömendem Regen haben wir Rotorua verlassen und sind weiter nach Norden Richtung Coromandel-Halbinsel gefahren. Hier hatte der Regen etwas nachgelassen und wir haben die Karangahakeschlucht bei Waihi besucht. Hier befand sich bis in die 30er Jahre eine Goldmine, die aber jetzt verlassen ist und sehr malerisch zerfällt. Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Natur ihren Platz zurückholt. Man kann noch gut die alten Aufbereitungsanlagen erahnen und an der alten Lorenbahnstrecke entlanglaufen. Sie führt an einer halsbrecherischen Steilwand entlang und durch viele enge Tunnels. Im letzten mussten wir umkehren, weil es stockdunkel war und wir keine Tachenlampe dabeihatten.

Ruinen-Karangahake Tunnel-Karangahake

Es ging dann weiter zum Hot Water Beach, an dem bei Ebbe heiße Thermalquellen am Strand liegen, wo man sich dann eigene Pools im Sand graben kann. Leider war gerade Flut… Aber das machte nichts, es war sowieso schon später und wir wollten noch den Hahei Beach und die in der Nähe liegenden Cathedral coves besichtigen.

HotWaterBeach HaheiBeach

Das sind spektkuläre Felsformationen am Strand, mit bizarren Felsen im Wasser und einem großen Tor im Felsen zum Nachbarstrand. Der Weg führte durch einen verwunschenen Urwald und war auch sehr steil, so dass wir ordentlich ins Schwitzen gerieten.

CathCove1 CathCove2

CathCove3 SabWald-CathCove

Auf dem Weg nach Coromandel nahmen wir eine Abkürzung, die Straße 309. Die heißt so, weil die Kutsche früher 3 Stunden und 9 Minuten für die Strecke von Whitianga nach Coromandel gebraucht hat. Sie ist noch in einem ähnlichen Zustand wie damals und weitgehend ungeteert, aber mit dem Auto geht es doch etwas schneller. Aber diese Fahrt ist sehr idyllisch, man kommt an den abgelegenen Waiaufällen vorbei oder an verfallenen Häusern, vor denen sich Wildschweine herumtreiben-

Waiau 309Road

Auf dem Weg nach Coromandel hatte unser Auto seine 111111 km zurückgelegt – ein seltener Anblick auf der Armaturenanzeige. Coromandel selbst ist ein hübsches Örtchen, das seine Großen Tage im Goldrausch vor 150 Jahren hatte und es steht noch viel aus der alten Zeit. Auf dem Hotel sieht man übrigens unter der ungeliebten offiziellen Flagge Neuseelands (ungeliebt wegen des Union Jacks), die inoffizielle mit Silberfarn auf schwarzem Grund. Die weht übrigens im ganzen Land – oft mit der Aufschrift „All Blacks“ und erinnert an das glorreiche Abschneiden der neuseeländischen Rugby-Mannschaft bei der diesjährigen WM.

111111 Coromandel

Heute sind wir dann über Auckland bis nach Whangarei weitergefahren. Es gab den ganzen Tag über sintflutartige Regenfälle, die uns dann auf eine weitere Shoppingtour durch diverse Outlets gezwungen haben. Es wurde auch höchste Zeit, dass wir gekommen sind, in Whangarei haben wir einmal mehr erfahren, dass es die ganze Zeit so trocken war und jetzt endlich der dringend benötigte Regen fällt 🙁 . Um de geschätzten Leser dieses blogs nicht allzu neidisch zu machen kommen jetzt noch 2 Bilder, wie sich leider viel zu oft der Blick aus unserem Autofenster darbietet.

Regen1 Regen2



Geothermisches Wunderland

2 12 2011

Die Vulkane hatten wir ja schon von außen gesehen, jetzt wurde es Zeit, sich die vulkanischen Aktivitäten mal von Nahem zu betrachten. Zwischen Taupo und Rotorua liegt ein Gebiet mit sehr hoher geothermischer Aktivität. Das sieht man schon während der Fahrt, weil überall, zum Teil direkt neben der Straße Dampfwolken zu sehen sind, die vom Boden aufsteigen. Die schönsten und aktivsten geothermischen Felder hat man mit Bretterwegen zugänglich gemacht und einige von diesen haben wir natürlich auch besucht. Den Anfang machten die Hakkafälle, die noch nichts mit Geothermie zu tun hatten, aber ordentlich viel Wasser durchlassen, das auch noch schön hellblau ist.

Hakka-Falls CratersMoon

Auch in der Nähe von Taupo sind die Craters of the Moon, die aus vielen rauchenden Kratern bestehen und bunte Mineralausblühungen zeigen. Hier wird die Geothermie auch technisch benutzt, direkt nebenan konnten wir ein Kraftwerk sehen, das aus den heißen Wässern Energie erzeugte. Das heiße Wasser wird auch sonst viel zum Heizen und Baden benutzt. Zum Teil fließt das Wasser schon kochend in einem Bach und wird an der Luft abgekühlt, bevor es in ein Becken geleitet wird und man darin baden kann.

Kraftwerk Bach

Selbst zum Kochen wird es verwendet, entweder wird das Essen in einem Beutel direkt in das heiße Wasser gehängt oder die Steine für das Hangi (Erdofen) werden geothermisch erhitzt. Das wird auch gerne mit Touristen praktiziert, die ein „Original“-Maoridorf besuchen, wo sie mit folkloristischen Drohgebärden empfangen werden. Sie müssen dann den Häuptling durch Übergabe eines Geschenks besänftigen, daraufhin gibt es noch einen Kriegstanz und danach gemeinsames Hangi mit freundschaftlichen Nasereiben. Da wir aber solche touristische Theaterinszenierungen nicht sonderlich schätzen, sind wir eben auch nicht in den Genuss eines Hangi gekommen. Aber unabhängig davon leben hier tatsächlich sehr viele Maori, in den Supermärkten in dieser Ecke machen sie z.B. fast die Hälfte der Kunden aus. Ihre Kultur wird jetzt auch staatlicherseits gefördert, überall hört und sieht man die Maorisprache und das nicht nur zu Folklorezwecken.

Maori HS-OrakeiKorako

Wir sind als nächstes nach Orokei Korako gefahren, wo wir über den Fluss setzen mussten, um an das geothermische Feld zu gelangen. Eine Besonderheit waren hier die Schlammpools und die orangeroten Algenblüten auf den Sinterterrassen.

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Am Abend haben wir dann im Princes Gate Hotel in Rotorua übernachtet, einem viktorianischen Bau von der vorletzten Jahrhundertwende, der die gute alte Zeit wieder aufleben lassen möchte. Es war entsprechend möbliert und hatte auch eigene warme Thermalbecken, die wir natürlich ausprobiert hatten. Es gibt noch einige andere alte Gebäude in Rotorua, aber vor allem lebt dieser Ort vom Geothermie- und Maoritourismus. Es liegt in Rotorua auch immer ein Schwefelwasserstoff-Geruch in der Luft, der für längere Zeit doch ziemlich störend wirkt (…oder man gewöhnt sich eben daran).

PricesGate Rotorua

Am nächsten Tag haben wir noch einmal Vulkanismus pur in seiner ganzen bunten Vielfalt genossen. Wir waren in Waiotapu im Geothermic Wonderland, wo wir noch einmal alle Effekte bestaunen konnten: Qualmende Fumarolen, einen Geysir, der jeden Tag pünktlich um 10.15 Uhr ausbricht (allerdings mit etwas Waschpulver getriggert), Blubbernde Schlammpools mit zerplatzenden Blasen, herrlich bunte Algenteppiche, Mineralausblühungen und Gewässer, mit denen man besser nicht in Kontakt kommt. Die ganzen Attraktionen haben dann auch Namen, die mit Devil’s oder Hell’s anfangen, sehr passend dazu ist der allgegenwärtige H2S-Geruch in der Luft.

Geysir Blubb2

grün gelbgrün

gelb orange

rot-blau Blau-orange



Auf der Nordinsel: Vulkane, Schnee und Kiwis

30 11 2011

Vor der Überfahrt auf die Nordinsel hatten wir ja die größten Bedenken; überall wurde gewarnt, wie rau dort immer die See ist und wie sehr das Schiff schaukelt, vor allem noch wenn das Wetter schlecht ist. Und die Prognosen waren nicht gut… Aber es ging ohne Probleme, wir kamen ohne seekrank zu werden in Wellington an.

Fähre-Picton Fähre-Camper

Auf der Nordinsel wohnen dreimal so viele Leute wie auf der Südinsel,entsprechend stärker war der Verkehr – wir wurden aber auch schon davor gewarnt im Süden. Wir hatten ein zentrales Motel gefunden und sind dann noch in ein Steakhouse gegangen – Hog’s Breath. Sehr fein sogar Sabine hat ihren Caesar Salad ganz besonders gut gefunden – vielleicht wird sie noch ein Steakhouse Fan nach dem Urlaub. Am nächsten Morgen stand SightSeeing an, erst den großen Überblick vom Mt Victoria, dann der nähere ins Te Papa Nationalmuseum.

Wellington-MtVictoria Wellington-Museum

Das war ausgesprochen interessant: von der (ausgestorbenenen) Tierwelt, über Geologie, Erdbeben, Umwelt, Besiedlung, Maoris, war alles zu sehen und sehr schön und modern aufbereitet. Wir waren leider viel zu kurz drin, weil die Parkzeit abgelaufen war und wir noch einkaufen mussten. Hier hatten wir das Gefühl, als falle Weihnachten und Ostern zusammen, jedenfalls kamen uns die Lindt-Rentiere doch sehr bekannt vor. Ein weiterer Besuch in einem Outlet Center rundete den Tag ab, wo Hansjörg sich wieder mal ein neues Merino T-Shirt gekauft hat.

Museum-Moa Lindt-Rentier

Wir haben dann auf dem Weg nach Norden in Masterton genächtigt und sind am nächsten Morgen ins Mt. Bruce Wildlife Sanctuary gefahren. Dort werden die selten gewordenen Vögel und Eidechsen Neuseelands aufgezogen und hier hatten wir auch die ersten lebendigen Kiwis gesehen. Weil sie nachtaktiv sind und tagsüber schlafen wurde ihr Tag- und Nacht-Rythmus umgedreht und sie bewegten sich fröhlich während der Öffnungszeiten in einer Dunkelkammer mit einem Hauch von Rotlicht.

Eideschse Kiwi

Ihre größten Feinde wurden vom Menschen eingeführt und sind Possums, Ratten, Marder, Katzen und Hunde; man ist auch angehalten, nach Möglichkeit Possums und Ratten zu überfahren – was auch häufig passiert, wenn man auf die Straßen schaut – ansonsten wird sehr viel mit vergifteten Ködern und Fallen gearbeitet.

Die Kiwis sind uns dann zumindest noch auf Schildern auf der weiteren Fahrt nach Norden begegnet. Wir kamen jetzt langsam in die Vulkan- und Skiregion. Die höchsten Vulkane hatten ihre Gipfel leider in den Wolken versteckt und die Wintersportgebiete lagen etwas verlassen da. Sie sind nicht ganz so modern wie in den europäischen Alpen, aber wir hatten noch Gelegenheit, uns eine Schneeballschlacht zu liefern.

Ski-Kiwi Skigebiet

Vulkan Schneeball

Mit dem neuen roten T-Shirt hatten wir jetzt fast einen rot-schwarzen Partnerlook. Nur 20 Minuten später waren wir wieder bei 20 Grad unter Palmen am Lake Rotoaira und haben dann am Abend am Lake Taupo in Turangi Quartier gefunden. Wir sind im Motel Creel Lodge – unsere bisher komfortabelste Unterkunft mit eigener Terrasse, riesiger Küche, Wohn- und Schlafzimmer.

LakeRotoaira Sab-LakeTaupo



Abschied von der Südinsel

27 11 2011

Nachdem wir wieder einmal bei strahlendem Grau und einem erfrischenden Regen aufgewacht sind, wurde es doch langsam Zeit, die unwirtliche Süd- und Westküste zu verlassen. Wir haben uns noch bis nach Punakaiki zum Paparoa NP hochgearbeitet, wo es die berühmten Pancake Rocks zu bestaunen gab. Das sind Sandsteinfelsen, die wie übereinandergestapelte Pfannkuchen aussehen zwischen denen das Meerwasser schäumt und aus Blowholes hervorspritzt. Im angeschlossenen Andenkengeschäft konnten wir dann auch noch lernen, wie man Kiwis richtig zubereitet und geben das hier gerne weiter als kleine Anregung für die Hobbyköche…

Pancake Kiwi

Wir bogen dann ab ins Landesinnere um zum Norden zu gelangen. Hier wurde es dann schlagartig wärmer und auch den Regen hatten wir seitdem nicht mehr gesehen 🙂 . An der Buller Gorge machten wir Pause; hier befindet sich die längste Hängebrücke Neuseelands, die zu einer ehemaligen Goldwäscherei führte und jetzt als Lehrpfad eingerichtet ist. Hier hat Sabine auch ihr neues Auto besichtigt – mehr Laderaum, sehr günstig, aber leider ohne TÜV.

BullerRiver SabAuto

Am Abend sind wir dann in Motueka angekommen, das an den Abel-Tasman NP grenzt. Den haben wir den ganzen nächsten Tag besichtigt. Zuerst waren wir an den Waikoropupu-Quellen, die mit bis zu 21 m3/s die zweitergiebigsten der Südhalbkugel sein sollen. Das Wasser ist unglaublich klar, auf dem Foto ist es mehrere Meter tief (man kann vorne noch eine Forelle erkennen). Leider ist wegen der Didymo-Algengefährdung jeglicher Kontakt – auch Wasserentnahme streng vereboten.

Motueka WaikoropupuSprings

Weiter ging es vorbei an Collingwood, das einmal einer der größten Häfen von Neuseeland war bis zum Norkap der Südinsel: zum Farewell Spit. Hier ist es sehr schön, sehr grün, sehr rau und unglaublich windig. Als wir zum Wharanki-Strand kamen, konnten wir kaum gegen den Wind anlaufen und wurden total gesandstrahlt. Ein interessantes Erlebnis, aber einen ruhigen Strandnachmittag kann man dabei nicht verbringen.

Collingwood FarewellSpit

CapeFarewell WharankiBeach

In dieser Gegend gibt es viele beeindruckende Felsformationen und Verwitterungsformen. Sie können dann aussehenn wie ein Männergesicht (Old Man Rock) oder teifeingeschnittene Gänge bilden. Eine solche Formation wurde sogar als begehbares Labyrinth eingerichtet.

OldMan TheGrove

Alles in allem eine wunderschöne Gegend, wie so oft hatten wir leider viel zu wenig Zeit. Wir wollten heute ja noch die Marlborough Sounds besuchen, bevor wir morgen auf die Fähre zur Nordinsel gehen. Diese Sounds sehen ein bisschen so wie eine Fjordlandschaft aus mit vielen tief eingeschnittenen Buchten und Bergen, die steil ins Wasser fallen.

Havelock MarlboroughSound

Es ist schwierig dorthin zu kommen; die einzige Straße ist sehr eng und kurvig, viele nehmen ein Boot oder wandern. Es gibt dort viel Grün und Natur – ein Stück südlich ist auch das größte Weinbaugebiet Neuseelands. Der Marlborough Weißwein ist sehr gut und auch schon bei uns bekannt. Der Rote ist wie der mitteleuropäische fast ungenießbar – aber das ist ja Geschmackssache. Jedenfalls sind wir dann am Abend in Picton angekommen, wo schon die Fähre auf uns wartet.

Farn Picton



Gletscherwelten

24 11 2011

Heute war unser großer Gletschertag. Zunächst fuhren wir Richtung Meer zum Lake Metheson, von wo aus man den Foxgletscher und das Gebirgspanorama bewundern kann. Leider hatte sich der Nebel schon etwas über den Gletscher gesenkt, aber der untere Teil sah immer noch beeindruckend aus. Wo wir schon so weit draußen waren sind wir noch ganz ans Meer gefahren. Wie an der ganzen Westküste wurde auch hier Gold gefunden, einige verrostete Reste zeugen noch vom letzten recht erfolglosen Versuch einer groß angelegten Förderung der goldhaltigen Sande. Dafür ist der Strand um so interessanter mit tausenden von angeschwenmten Bäumen und einer gewaltigen Brandung.

Fox-weit Goldstrand

Wir haben uns dann den Foxgletscher auch von Nahem angesehen. Das Reizvolle ist, dass man erst durch einen tropischen Urwald läuft, um dann plötzlich vor dem Gletscher zu stehen. Besonders reizvoll sind die in den verschiedensten Blautönen schillernden Gewässer.

Hj-Urwald Fox-Blausee

In den Gletscher selbst konnte man nur mit geführten Gruppen, wir konnten aber auch einen einzelnen Eiskletterer beobachten. Es sind überall schon übertrieben viele Warnschilder aufgestellt, wie gefährlich es hier ist, selbst in der breiten Talsohle soll man wegen allerlei Gefahren nicht stehenbleiben.

Fox-Eiskletterer FJ-Sab-Danger

Im benachbarten Franz-Josef-Gletscher haben wir dann die schlimmen Warnungen übersehen und sind bis zur Eisgrenze auf eigene Gefahr hochgelaufen. Es gab so viele geführte Gruppen, die mit ängstlichen und fast schon gebrechlichen Leuten hochgeklettert sind, dass wir dieses Risiko auf uns genommen haben. Das hat sich auch wirklich gelohnt, wir konnten so viel mehr von dem blauen Gletschereis und den winzigen Menschen dazwischen sehen. Auf dem Rückweg hat sich dann auch noch ein Kea zu uns gesellt.

HJ-Franz FJ-Blaueis

Kea FJ-Tal



Wieder auf Nordkurs

23 11 2011

Einmal mehr hat der Regen unsere Reiseplanung zunichte gemacht. Eigentlich wollten wir in den Fjordlands einen der Sounds in einer Übernacht-Kreuzfahrt erkunden. Wir hätten dazu aber um ein Uhr in Te Anau sein müssen. Da aber für den Abend und den ganzen nächsten Tag heftige Regenfälle vorhergesagt waren, fiel das Ganze ins Wasser und wir hatten etwas mehr Zeit. So gingen wir erfstmal in Invercargill shoppen, wo die nahende Weihnachtszeit schon für zahlreiche Sonderangebote sorgte. Für Sabine mit ihrem exklusiven Geschmack war es natürlich schwierig, etwas zu finden, so ging sie einmal mehr leer aus; aber Hansjörg hat sich mit Fleece, Merino-T-Shirt und Hemd eingedeckt, was auch angesichts der Temperaturen nötig war. Wir hatten einfach zu wenig für kaltes Wetter eingepackt, besonders der häufige starke Wind war eklig.

Invercargill Bluff

Wir machten noch einen Abstecher nach Bluff, das die erste europäische Siedlung auf neuseeländischem Boden war und schon bessere Zeiten gesehen hatte. Immerhin geht hier am Stirling Point der Highway 1 los; den berühmten Wegweiser kann man fast in jedem Reiseführer sehen. Südlicher geht es nicht, deshalb ging die Fahrt auf der Southern Scenic Route ab jetzt nach Norden. Wir besichtigten kurz die Clifden Bridge, die ein nationales Denkmal ist und über den Waiau führt, und jetzt noch die originale Holztrasse hat. Dummerweise wurde sie 1899 nur für Pferdefuhrwerke ausgelegt und war der späteren Motorisierung nicht mehr so recht gewachsen, so dass sie seit längerem geschlossen ist.

HS-Stirling ClifdenBr

Auf dem Weg nach Te Anau kamen wir dann am Monkey Island vorbei, ein Lookout, der nur bei Ebbe zu besteigen ist. Diesbezüglich hatten wir Glück, und ein Stück weiter bei McCracken’s Rest haben wir dann die Küste verlassen.

MonkeyIsland McCrackensRest

Ab jetzt ging es wieder ins Landesuinnere Richtung Fjordlands. Bei einem Stück renaturierten Flusslauf hat es uns fast vom Aussichtspunkt geblasen und je weiter wir Richtung Te Anau kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Bei Manipouri konnte man noch einen ersten Blick auf die Fjordlands werfen, was dann später nicht mehr so richtig möglich war, weil alles im Nebel und Regen versank. Immerhin hatte der Wetterbericht recht behalten und wir waren froh, dass wir die geplante Nachtkreuzfahrt bei diesem eiskalten Schmuddelwetter nicht gemacht hatten.

Wetlands LakeManapouri

Der nächste Morgen begann so, wie der letzte Abend aufgehört hatte mit Nebel und Regen. Vielleicht hat das auch etwas Authentisches, so ähnlich stellen wir uns die Fjorde im November in Norwegen auch vor. Wir schauten, dann, dass wir schnell weiter nach Norden kamen. In Richtung der zentralen südlichen Alpen klarte es dann wieder auf und wir fuhren an vielen schönen Seen entlang Richtung Queenstown.

TeAnau Strasse

In Queenstown hatten wir dann Mittagsrast gemacht und konnten gerade noch beobachten, wie der historische Dampfer Earnslwa anlegte. Früher transportierte er vor allem Schafe über den See, heute Touristen. Etwas beschaulicher geht es in Arrowtown zu, das noch große Teile des Dorfs aus Goldwäschertagen erhalten hat, die aber mittlerweile ganz vom Tourismus vereinnahmt wurden.

Dampfer Arrowtown

Weiter ging es Richtung Norden, wir wollten heute viele Kilometer machen, weil die Wettervorhersage so schlecht war (…im Zentrum aber besser als erwartet). Unterwegs trafen wir noch einen recht ausgefallenen Wohnwagen, der das wohl etwas zu wörtlich genommen hatte. Unser Ziel war Fox an der Westküste, die erst seit 1995 auf geteerter Straße befahrbar ist. Auf den letzten 260 Kilometern gab es nur die kleine Siedlung Haast und den Knights Point, von dem man einen grandiosen Ausblick auf das Meer und die Steilküste hat. Ähem, also nur, wenn er nicht von Regen und Nebel verdeckt ist – so endet dieser Tag auch wieder wie er begonnen hatte.

Wohnwagen KnightsPoint



Regenpartie: Von Twizel nach Invercargill

21 11 2011

In Erwartung des vorhegesagten Regens sind wir gleich nach Omarama gefahren, um die Clay Cliffs zu besichtigen. Das sind bizarre Verwitterungsformen, bei denen aus dem Mergel (?) Säulen und Zapfen herauserodiert wurden. Es sieht ein bisschen so wie im Bryce Canon aus, nur dass das Material ein anderes ist.

Omarama0 Omarama1

Kurze Zeit später begann dann der versprochene Regen. Wir sind gerade durch ein besonders schönes Stück Landschaft gefahren, das viele interessante Steinformationen zu bieten hat, den vanished world trail. So sind wir bei den Elephant Rocks ordentlich nass georden. Wenigstens sind in dem nassen Gras unsere Hosen und Schuhe wieder sauber geworden, außerdem boten einige Steine auch einen gewissen Regenschutz.

ElephantRocks Regendach

Beim nächsten Stopp stiegen dann nur noch die hartgesottenen Hobby-Paläonthologen aus unserer Reisegruppe aus dem Auto, um versteinerte Walknochen in einer Felswand zu bestaunen. Wirklich schade, bei schönem Wetter hat dieser trail einiges zu bieten. Es war dann auch die Victorian Fete in Wasser gebadet, die jedes Jahr in Oamaru stattfindet. Die Stadt selbst hat viele Gebäude aus der vorletzten Jahrhundertwende, und einmal im Jahr kleiden sich auch die Bewohner viktorianisch und lustwandeln durch die Straßen. Da kommen dann wenigstens auch die hübschen alten Regenschirme zur Geltung, den man auch brauchte, wenn man am Black Forest Wafles Stand wartete.

Oamaro-Vic4 Oamaru-Vic1

In Oamaru ist auch das nördlichste Vorkommen der extrem seltenen Gelbaugen-Pinguine, die nur in Süd-Neuseeland leben. Am Hafenende soll eine Kolonie von ihnen leben; wir haben aber keine gesehen, vielleicht war es den Pinguinen zu nass oder der fette Seelöwe hat sie gefressen, der an der Kaimauer döste. Wir sind dann jedenfalls weiter nach Süden gefahren und machten in Moendaki Halt, wo am Strand die Boulders liegen. Sie sehen aus wie riesige Murmeln und sind wohl ähnlich wie Perlen entstanden – schwer vorstellbar.

MoenakiBoulders MoenakiBoulders1

Die Nacht haben wir dann in Dunedin im Alexis Motel verbracht – bisher die tollste Unterkunft mit Zimmerflucht, riesigem Bad und Küche, Internet und Druck- und Faxservice vom freundlichen Betreiber Chris. Wir müssen jetzt ganz kurzfristig von hier aus einen neuen DSL-Vertrag abschließen, weil 1&1 herumzickt und uns mit einem neuen Vertrag unsere Telefonnummer nicht mehr geben will. Wir wollten aus dem Motel gar nicht mehr heraus, auch wegen des strömenden Regens, der auch schon einen Zeitungsartikel wert war. Blöd, dass uns immer solche Meldungen begleiten. Die Rekordniederschläge in Cairns während unserer Zeit waren auch in den Medien, über den Regen in Sydney und NSW haben wir selbst genug geschrieben. Jedenfalls haben wir zuerst die Lookouts auf der Otago Halbinsel erklettert und besichtigt. Wie üblich in Begleitung einiger nasser Schafe, die einem fast in jedes Foto hüpfen.

Otago Schafe

Hier ging dann auch die Southern Scenic Route los, die wir zur Gänze bis Te Anau fahren wollen. Unser erstes Ziel war eine Landzunge mit dem vielversprechendem Namen Nugget Point. Direkt davor liegt das Dörfchen mit dem weniger viel versprechenden Namen Kaka Point. Welcher Mitteleuropäer möchte ernsthaft Essen aus dem Kaka Point Store kaufen 😉 ? Am Nugget Point Strand haben wir auch erstmals einen der seltenen Gelbaugenpinguine gesehen. Weil sie so scheu sind, ist der Strand nachmitags gesperrt und man darf sie nur aus einer Hütte am Hang heraus beobachten. Wenn man ganz genau schaut, kann man ihn auch in der Vergrößerung etwa in der Mitte des Fotos sehen.

KakaFood P-Beobachtung

Das Beste war, dass sich jetzt auch langsam das Wetter aufgeklart hatte und die Sonne heraus kam. Da sah der Leuchttum mit seinen Nuggets schon gleich viel schöner aus. Die Nuggets sind die dahingewürfelten Felsen im Wasser vor dem Leutchtturm.

Leuchtturm Nuggets

Leider war die Zeit schon etwas fortgeschritten und wir wollten am Abend noch in Invercargill sein – so reichte es nur noch für die Curio Bay. Hier liegt der bekannte petrified forest, ein Wald aus Jurazeiten, der vor 170 Millionen Jahren von einem Ascheschlamm überflutet wurde und jetzt in versteinerter Form vorliegt. Auch hier ist sind Brutplätze der Gelbaugenpinguine. Am späten Nachmittag kehren sie vom Fischfang heim und man darf sie von recht Nahem beobachten. An Land wirken sie etwas unbeholfen, es ist witzig zu sehen, wie sie über die Felsen watscheln und von Stein zu Stein springen. Vielleicht kann Thomas ja mal ein feines Rezept heraussuchen 😉

Petrified Pingu2



Wandertag – Mt. John und Mt. Cook

19 11 2011

Frisch gestärkt nach einem Abendessen mit Tekapo-Lachs und Marlborough Riesling legten wir heute einen Wandertag ein. Es sollte der letzte schöne Tag vor dem großen Regen werden, deshalb mussten wir das gute Wetter noch einmal ausnutzen.Wir haben zuerst den Mt. John erklommen, ausgehend von den heißen Quellen am Lake Tekapo machten wir gute 300 Höhenmeter um den Gipfel des Mt. John zu erklimmen. Wegen der klaren Luft wurde dort ein Observatorium erbaut, das von der Canterbury Universität Christchurch betrieben wird.

Hj-MtJohn Observatorium

Anschließend ging es ins Nachbartal zum Lake Pukaki, an dessen Ende der Mt. Cook liegt – Neuseelands höchster Berg mit 3754 m Höhe. Auf der Rückseite fließt der bekannte Franz-Josef Gletscher Richtung Westküste, den wir aber erst nächste Woche von der anderen Seite besuchen werden. Hier sieht man nur den Mueller und den Tasman-Gletscher. Vom Mueller-Gletscher sieht man nicht mehr viel, nur noch die Seitenmöränen mit dem Gletschersee, der aber schön in verschiedenen Blautönen schimmert.

MtCook Moräne

Nach einer Fahrt über 4 km Staubpiste sind wir auch zur Endmoräne vom Tasmangletscher gekommen. Dies ist der größte Gletscher Neuseelands, auch wenn man es ihm nicht unbedingt so ansieht. Er ist von einer Oberflächenmoräne bedeckt und sieht dadurch einfach nur schmutzig aus. Dass er früher noch viel größer war, zeigt der Blick ins Hinterland. Immerhin bildet er einen schönen Gletschersee; der Tasman-Gletscher kalbt auch fleißig und die Eisblöcke geben einem das Gefühl schon ganz nah an der Antarktis zu sein. Dass das schöne Fotomotive ergibt, finden auch andere.

Sab-Tasman Tal

Eisberge Foto



Bei den Kiwis

18 11 2011

Wir sind gestern in Christchurch gelandet, morgens um halb zwei. Diesmal haben wir uns ein normales Auto gemietet und wir wollen jetzt vor allem in Motels unterkommen. Wegen der deutllich niedrigeren Temperaturen ist es auch besser, ein festes Dach über dem Kopf zu haben. Jetzt hieß es erst einmal, alles umzustellen: Von Französisch auf Englisch, von rechts fahren auf links, von pazifischen Francs auf Neuseeländische Dollars, von abrupter Dunkelheit um halb sieben auf lange Dämmerung ab halb neun Uhr. Wir besichtigten erst einmal Christchurch, das immer noch sehr unter den zwei Erdbeben von 2010 und Februar 2011 leidet. Die Folgen sieht man noch überall, der Wiederaufbau geht sehr langsam von statten. Ursprünglich war geplant, die Innenstadt wieder ab Oktober zu öffnen, aber sie ist noch hermetisch abgeriegelt.

CC-danger CC-Absperrung

Der Schutt ist weggeräumt, und die Häuser werden langsam wieder aufgebaut. Man sieht noch überall an den Fenstern die Meldungen, dass die Häuser nach Opfern durchsucht wurden. Auch außerhalb der Absperrungen gibt es viele Lücken oder noch eingestürzte Häuser. Besonders von den älteren Häusern haben viele starke Schäden davongetragen. Es ist schon etwas beklemmend, man kann sich vorstellen, dass es nach dem Krieg bei uns ähnlich ausgesehen hat. Direkt vor den Absperrungen wurden viele bunte Container aufgestellt, in denen provisorische Geschäfte eingezogen sind.

CC-clear CC-Ruine

CC-Aufbau CC-bunt

Anschließend sind wir zur Bank’s Peninsula gefahren. Dies ist ein alter Vulkan, dessen ursprüngliche Form noch gut erkennbar ist, und bei dem die Caldera eingebrochen ist und jetzt einen offenen Zugang zum Meer bietet.

Aka-Vulkan Akaroa-schilder

An der Außenseite hatten sich zwischen den ehemaligen Lavaströmen viele hübsche Buchten gebildet; die Okains Bay ahben wir besichtigt, hier scheint die Zeit vor hundert Jahren stehengeblieben zu sein. Hier stehen noch total malerische alte Gebäude nebst einer Telefonzelle aus den Kindertagen der Telekommunikation.

Okains-Telefon Okains-Library

In der geschützten Bucht in der Caldera des Vulkans wurde die Siedlung Akaroa gegründet, die noch ganz im Zeichen der ersten und einzigen französischen Kolonisierungsversuche von Neuseeland steht. Vor 150 Jahren ist zu diesem Zweck ein Schiff mit 57 französischen Siedlern gelandet, dummerweise hatten kurz zuvor die Engländer dort schon den Union Jack gehisst. Trotzdem ist der ganze Ort noch stolz auf die französischen Vorfahren und man sieht überall französische Flaggen, Namensschilder, Häuser und Straßennamen.

Akaroa-FR Akaroa-FR2

Hier haben wir dann in einem netten Motel übernachtet. Ein angenehmer Unterschied zu Australien war, dass wir um halb neun noch losziehen konnten und noch etwas zu essen bekommen hatten. Nach einer kurzen Ortsbeichtigung fuhren wir heute wieder zurück nach Christchurch um in einem Outlet noch etwas Wärmeres zum Anziehen zu kaufen. Auch wenn es tagsüber schön ist und bis zu 18 Grad hat wird es abends bis zu 2 Grad kalt und wir waren eher auf wärmeres Wetter eingerichtet. Leider waren wir nicht erfolgreich und wir fuhren auf dem scenic drive 72 zu unserem nächsten Ziel Lake Tekapo. Wir sahen viel gelben Ginster, Schafe schauten uns interessiert an, und im Hintergrund sah man immer die schneebedeckten Berge.

Ginster Schafe

Am frühen Abend erreichten wir schließlich Lake Tekapo, der schon in den südlichen Alpen auf ca. 700 m Höhe liegt. Im Winter ist es ein Skigebiet, im Sommer ein Zentrum für Wanderer. Es gibt heiße Thermalquellen und wegen der klaren Luft wurde hier auch eine Sternwarte errichtet. Jedenfalls liegt der Ort total malerisch am See zwischen den Bergen, die die höchsten von Neuseeland sind.

Tekapo-Kirche Tekapo-See